Hinweis: Diese Informationen dienen der Dokumentation des (bereits durchgeführten) Symposiums. Ende 2006 wird der entsprechende Tagungsband erscheinen. Informationen dazu finden Sie auf der Unterseite Publikationen
Initiierung eines intensiven Dialogs zwischen renommierten Vertreter/innen der Kunst-, Musik- und Medienpädagogik im deutschsprachigen Raum in Hinblick auf konkrete Möglichkeiten einer engen Kooperation in der Lehre, Forschung, der schulischen und außerschulischen Projektarbeit sowie in Bezug auf die Entwicklung gemeinsamer e- und blended learning Szenarien.
Das Symposium soll nicht aus einer Abfolge von Einzelvorträgen bestehen, sondern eine Plattform für eine lebendige und durchaus kontroverse Diskussion sowohl zwischen den Expert/innen als auch der Expert/innen mit dem Publikum darstellen.
Dies soll v.a. durch Folgendes gewährleistet werden:
Eine Intermediale künstlerische Bildung geht von einem integrativen Medienbegriff aus. Ein solcher Medienbegriff ist weder auf (digitale) "neue Medien" noch auf analoge (Massen-) Medien fixiert. Er behält auch sekundäre Aufzeichnungs- und Gestaltungsmedien (wie z.B. bildnerische und archetektonische Darstellungsformen) im Blick und impliziert nicht zuletzt primäre rituelle (Menschen-) Medien, als Ursprungsformen des musikalischen, tänzerischen und theatralischen Ausdrucks. Intermedialität wird als eine menschliche Ursehnsucht betrachtet, die Addition, das "Nebeneinander" verschiedener medialer Darstellungen in eine Integration, ein konzeptionelles "Miteinander"überzuführen, das gerade an den Reibungsflächen medialer Ausdrucksformen dem Rezipienten neue Dimensionen des Erfahrens und Erlebens ermöglicht.
Eine Intermediale künstlerische Bildung geht von einem integrativen Kunstbegriff aus. Dieser basiert darauf, dass in einer Zeit der Verschmelzung künstlerischer und medialer Kommunikate die Grenzen zwischen den Medien und den Künsten in Theorie und Praxis immer fließender werden und sich auch das Selbstverständnis der Kunst gravierend verändert: Intermedia und Multimedia als alle Künste verbindende Prinzipien, lassen den Sinn der Zuordnung künstlerischer Ausdrucksformen zu einzelnen Kunstsparten zunehmend als fragwürdig erscheinen. Gleichzeitig wird auch der Kunstbegriff an sich sehr weit definiert: Als die Fähigkeit zur bewussten Gestaltung des eigenen Lebens und zum aktiven Eingreifen in gesellschaftliche Prozesse.
Der Ansatz der Intermedialen künstlerischen Bildung reicht
über die Forderung nach einer engen Kooperation der künstlerisch-pädagogischen
und der medienpädagogischen Fachbereiche hinaus und geht von einem
integrativen Verständnis von Pädagogik und Didaktik aus.
Dieses inkludiert die Bemühung um den Anschluss dieser Fachbereiche
an aktuelle konstruktivistische didaktische Diskurse, deren Modelle und
Anwendungen (v.a. im Bereich des eLearning) zahlreiche Möglichkeiten
zur Unterstützung der komplexen intermedialen künstlerischen Lernprozesse
in Hinblick auf die Erschließung von Basiswissen und Grundfertigkeiten
sowie die Vernetzung reflexiv-analytischer Kenntnisse bieten. Gleichzeitig
wird fächerübergreifende kollaborative Projektarbeit als ein zentraler
Ausgangspunkt zur Mobilisierung kreativer Handlungskompetenzen angesehen.
Hier erhalten Sie die ausführliche Darstellung der Hintergründe dieser Ausgangsthesen als PDF-Dokument (157 KB)
Auf dieser Webseite finden Sie folgende weitere Informationen zum IKB-Symposium:
Hier erhalten Sie das Plakat zum Symposium als PDF-Dokument.